VORTEILE WETTBEWERB

Neben einer transparenten und demokratischen Vorgehensweise steht der Gesamtprozess des Wettbewerbs für weitreichende Möglichkeiten des Gemeinderats Vorstellungen zu entwickeln, entsprechend zu steuern und die Bevölkerung einzubinden:

1) bei Erstellung der Auslobung kann und muss ein Katalog von Vorgaben entwickelt werden - diese Vorgaben prägen das Projekt wesentlich - der Gemeinderat hat hier Gestaltungsfreiheit, der Prozess ist transparent, die Bürger können beteiligt werden

2) Die Auswahl der Büros wird gesteuert durch Gemeinderat und Vorhabensträger - ebenso die Auswahl der Jury

3) Das Wettbewerbsverfahren wird ebenfalls vom Gemeinderat mitbestimmt. Somit auch, in welcher Form die Vergabe erfolgen soll.
Ein städtebaulicher Wettbewerb beinhaltet nicht die Vergabe der Detailplanung und Durchführung.

4) anhand von unterschiedlichen Lösungsansätzen wird eine tiefgehende Betrachtung der zentralen Probleme ermöglicht.

5) Dies ist für die Gemeinde eine kostenfreie Möglichkeit diese Bandbreite an möglichen Lösungen geliefert bekommen.

6) Gemeinde und Vorhabensträger entscheiden gemeinsam über die Gewinner - die Vergabe kann an einen der Preisträger erfolgen. Es können dazu noch Empfehlungen ausgesprochen werden.

7) Zusätzliche Qualitätssicherung durch die Möglichkeit Fachleute in die Entscheidung der Jury zu integrieren.

8) Ein zweistufiger Wettbewerb würde die Steuerungsmöglichkeit und das Ergebnis verbessern, das heisst
     1. Phase
: städtebauliches Grundkonzept und 2. Phase: Überarbeitung mit Empfehlungen durch die Jury 

9) Öffentlichkeit und Transparenz bei Vorbereitung des Wettbewerbs und bei der Entscheidung führen zu Akzeptanz unter den Bürgern.

10) Nur eine Planung, die auch der Bevölkerung vermittelbar ist führt zu Planungssicherheit - für die Gemeinde und den Investor.

Bitte siehe auch die informative"Zusammenfassung der Bayrischen Architektenkammer" zum Thema Wettbewerb.

Sollte es bei der Durchführung des B-Plans auf Basis der Machbarkeitsstudie bleiben, sind die Einflussmöglichkeiten des Gemeinderats wesentlich begrenzter als in einem Wettbewerb. Das Projekt wäre jetzt schon weitgehend erfasst - es ginge nicht mehr um Grundsätzliches - wichtige Abwägungen können nicht stattfinden. Auf welcher Basis, vom wem und mit welchen Vorgaben können, angesichts der Defizite des Gutachtens und der Folgerungen aus der Machbarkeitsstudie sinnvoll Varianten entwickelt werden?